Afrika rüttelt an den Ketten

Referent: Georges Hallermayer

Montag, 9. Januar 2023, 19:30

Salzmannbau

Himmelgeister Str. 107, Raum 112

40225 Düsseldorf

Über den afrikanischen Kontinent treibt eine „zweite Welle der Unabhängigkeit“, die politi­sche Entkolonisierung – beginnend in den 60er Jahren – mit der Souveränität über ihre wirtschaftlichen Ressourcen zu untermauern. Berufen sich einerseits Politiker aufs pan­afrikanische Erbe antiimperialistischer Führer wie die Präsidenten von Mali Mobido Keita oder Ghanas Präsident Kwame Nkrumah, ersetzt andererseits eine nationale Bourgeoisie in vielen Ländern die „Kompradoren-Bourgeoisie“. Ideologische Unterschiede, wie auch das Verhältnis zur VR China überdecken oftmals die Klassenspaltung: Nationale Klassen­widersprüche liegen im Widerspruch zu antiimperialistischen Bemühungen der regieren­den Eliten, neokoloniale Abhängigkeiten abzuschütteln.

Der Historiker Georges Hallermayer, bis zur Rente stv. Centrumsleiter und Dozent bei den Carl Duisberg Centren, versucht hierzu in der Tageszeitung „Junge Welt“, in den Zeit­schriften „Ossietzky“, „Welttrends“, „Rotfuchs“ und „International“ aus Wien diese Bestre­bungen nachzuzeichnen. Er ist Mitautor in dem im September im Wiener Promedia-Verlag herausgegebenen Buch „Konfliktzone Sahel“.

EINTRITT FREI – SPENDEN WILLKOMMEN

dfv-nordrhein-westfalen@freidenker.org

US-Hegemonie oder multipolare Weltordnung?

Klaus Wagener: ‚Die Erosion des Giganten‘

Montag, 5. Dezember 2022, 19:30

Salzmannbau – Himmelgeister Str. 107, Raum 112

40225 Düsseldorf

Spätestens seit Beginn des neuen Jahrtausends taumeln die USA und die mit ihr verbün­deten EU-Staaten von einer Wirtschaftskrise in die nächste. Versuche, mittels der Privati­sierung möglichst aller Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge Renditen zu generie­ren, haben zu einem weiteren Niedergang geführt: das Fehlen langfristig wirkender Inves­titionen in die Infrastruktur, insbesondere in die Bildung und Forschung als Grundlage zu­kunftsfähiger Innovationen, hat die Konkurrenzfähigkeit der USA/EU auf dem Weltmarkt geschwächt. Die USA/EU sind wirtschaftlich und politisch im Niedergang. Aber fallende Riesen sind gefährlich: mit aggressiven Schlägen gegen diejenigen Länder, die sie jahr­hundertelang ausgeplündert haben, versuchen sie, den eigenen Fall aufzuhalten. Weiter lesen →

Die Friedensbewegung am Scheideweg

für den 7. November 2022 um 19:30 haben wir Björn Schmidt, den Referenten für
Frieden/Internationales unseres Verbandes, eingeladen (*)

Der offene Krieg in der Ukraine hat nicht im Februar 2022 begonnen. Er begann nach dem sog. Maidan-Putsch, der eine von den USA unterstützte nationalistische Regierung in Kiev an die Macht brachte. In Folge versuchte sie mittels administrativer Verordnungen und militärischer Gewalt die seit Jahrhunderten russischsprachigen Regionen im Süden der Ukraine, die diese Kiever Regierung nicht anerkannten, zu befrieden. Ca. 15000 vorwiegend zivile Tote auf der Seite dieser Regionen waren das Resultat. Weiter lesen →

„Unsere europäischen Werte“: 1,21 Euro Mindestlohn in der Ukraine

Ab Oktober wird der Landesverband an jedem 1. Montag im Monat um 19:30 einen Gesprächskreis im Düsseldorfer Bügerhaus Bilk (*) durchführen. Der erste Gesprächskreis findet am 3. Oktober 2022  um 19:30 statt.

In der Ukraine werden „unsere Werte verteidigt“, so die Begründung der deutschen Aussenministerin für die deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine. Aber von welchen Werten spricht sie? Schauen wir auf eines der fundamentalsten Rechte, die das Leben der Mehrheit bestimmt: das Arbeitsrecht. Wie ist es in der Ukraine damit bestellt? Könnten diese ‚Unrechte‘ eine Blaupause für unser Land sein? Weiter lesen →

Karl Marx in Köln

Auf den Spuren des Begründers der wissenschaftlichen Weltanschauung

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
mit Fritz Bilz*

Samstag, 28. Juli 2018, 16 Uhr
Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring”
bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

In Köln erscheint erstmals am 1. Januar 1842 die Rheinische Zeitung, gegründet von rheinisch-westfälischen Industriellen als gemeinsames Organ verschiedener oppositioneller Strömungen von monarchistischen Liberalen bis zu radikalen Demokraten.  Mitarbeiter des Blattes ist der 24 Jahre junge Karl Marx, dessen erster Artikel für die Ausgabe vom 5. Mai 1842 im Haus in der Schildergasse 99 gedruckt wird. Marx, der brillanteste Kopf der Redaktion,  wird am 15. Oktober 1842 zum  Chefredakteur des Blattes ernannt. Unter seiner Leitung wird die Auflage mehr als verdreifacht. Es ist ein Blatt,  das, so Friedrich Engels, „nach fünfzehnmonatigem Bestehen unterdrückt wurde, von dem man aber den Beginn des modernen Zeitungswesens in Deutschland datieren kann“. Weiter lesen →

Der Vorfall am Berliner Weihnachtsmarkt: Dichtung, Wahrheit und Zweck

Elias Davidsson präsentiert sein neuestes Buch „Der gelbe Bus„*

Samstag, 26. Mai 2018, 16 Uhr
Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring”
bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

Im Jahr 2016 wird Deutschland von mehreren Terroranschlägen und Amokläufern heimgesucht:
Ein Anschlag auf Fahrgäste in einem Zug bei Würzburg am 18. Juli, vier Tage später ein Amoklauf in München, wiederum zwei Tage später ein Sprengstoffanschlag in Ansbach. Und zum Jahresende erschreckt eine Amokfahrt auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin die Öffentlichkeit.
Wer waren die Täter und aus welchen Motiven handelten sie? Die Fragen hätten kriminalistische und juristische Untersuchungen unabhängig von politischen Partikularinteressen klären können. Aber nichts dergleichen geschah:
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Fassadendemokratie und tiefer Staat

Vorstellung und Diskussion des Buches

Fassadendemokratie und tiefer Staat – Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter

mit Ulrich Mies (Mitherausgeber) und Elias Davidsson

Samstag, 17. Februar 2018, 16 Uhr

Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring”
bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

Wir erleben die schleichende Transformation parlamentarischer Demokratien in Richtung autoritärer Systeme. Die Regierungen der „westlichen Wertegemeinschaft“ unterwerfen sich zunehmend Kapitalinteressen. Gemeinsam mit den ökonomisch Mächtigen dieser Welt schaffen sie inner- und suprastaatliche Strukturen, die sich der demokratischen Kontrolle entziehen. Vom Volk gewählte politische Repräsentanten degradieren sich zu Handlangern der Akteure „hinter den Kulissen“. Grund- und Menschenrechte bleiben dabei ebenso auf der Strecke wie das Völkerrecht.“

Da sich die Parteien immer weniger voneinander unterscheiden, hat sich der Parlamentarismus der westlichen Demokratien zu einem Theaterstück für die Öffentlichkeit entwickelt. Die reale Macht hinter dem Vorhang liegt jedoch im „Tiefen Staat“.

Das Manuskript des Vortrags ist hier dokumentiert 

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Was tun, wenn die Rechte unsere Sprache spricht?

Über alte und neue Diskurspiraten

Referentin: Sabine Kebir, Berlin
Samstag, 4. November 2017, 16 Uhr
Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring”
bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

Vor 80 Jahren starb der italienische Kommunist Antonio Gramsci. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kommentierte und bekämpfte er den Aufstieg der italienischen Faschisten. Ihr Führer, Benito Mussolini, ehemaliges Mitglied der italienischen sozialistischen Partei, bediente sich in politischen Verlautbarungen geschickt aus dem Repertoire fortschrittlicher Begriffe, wie z.B. Revolution, Souveränität und Nation. Weiter lesen →

„Über den Begriff der Geschichte“

„Geschichtsphilosophische Thesen“ von Walter Benjamin

Referent: Walter Schmid
Samstag, 14. Oktober 2017, 16 Uhr

Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring”
bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

Die Thesen „Über den Begriff der Geschichte“ des in Berlin geborenen Philosophen Walter Benjamin, eines assimilierten Juden, der sich 1940 auf der Flucht vor den deutschen Faschisten in Portbou (Katalonien) das Leben nahm, ist in einer Vielzahl von Arbeiten zitiert worden. Einige von Benjamins Metaphern sind zu geflügelten Worten geworden.

Das Manuskript des Vortrags ist hier dokumentiert 

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Was ist Antifaschismus?

Einladung zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
Referent: Jürgen Lloyd, Krefeld
Samstag, 16. September 2017, 16 Uhr
Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring”
bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

Das Manuskript des Vortrags ist hier dokumentiert

Die Frage „Was ist Faschismus?“ ist mit sehr unterschiedlichen Ansätzen und ebenso unterschiedlichen Antworten behandelt worden. Die bekannteste – und auch heute noch zu Recht Gültigkeit beanspruchende – Antwort wurde von der Kommunistischen Internationale gegeben mit ihrer Charakterisierung des Faschismus an der Macht als „offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“.
Interessanterweise steht der intensiven Beschäftigung mit der Frage nach dem Charakter des Faschismus keine vergleichbar ausgeprägte Beschäftigung mit der Frage zur Seite, was denn Antifaschismus sei. Weiter lesen →