Fassadendemokratie und tiefer Staat

Vorstellung und Diskussion des Buches

Fassadendemokratie und tiefer Staat – Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter

mit Ulrich Mies (Mitherausgeber) und Elias Davidsson

Samstag, 17. Februar 2018, 16 Uhr

Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring”
bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

Wir erleben die schleichende Transformation parlamentarischer Demokratien in Richtung autoritärer Systeme. Die Regierungen der „westlichen Wertegemeinschaft“ unterwerfen sich zunehmend Kapitalinteressen. Gemeinsam mit den ökonomisch Mächtigen dieser Welt schaffen sie inner- und suprastaatliche Strukturen, die sich der demokratischen Kontrolle entziehen. Vom Volk gewählte politische Repräsentanten degradieren sich zu Handlangern der Akteure „hinter den Kulissen“. Grund- und Menschenrechte bleiben dabei ebenso auf der Strecke wie das Völkerrecht.“

Da sich die Parteien immer weniger voneinander unterscheiden, hat sich der Parlamentarismus der westlichen Demokratien zu einem Theaterstück für die Öffentlichkeit entwickelt. Die reale Macht hinter dem Vorhang liegt jedoch im „Tiefen Staat“. Weiter lesen →

Was tun, wenn die Rechte unsere Sprache spricht?

Über alte und neue Diskurspiraten

Referentin: Sabine Kebir, Berlin
Samstag, 4. November 2017, 16 Uhr
Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring”
bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

Vor 80 Jahren starb der italienische Kommunist Antonio Gramsci. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts kommentierte und bekämpfte er den Aufstieg der italienischen Faschisten. Ihr Führer, Benito Mussolini, ehemaliges Mitglied der italienischen sozialistischen Partei, bediente sich in politischen Verlautbarungen geschickt aus dem Repertoire fortschrittlicher Begriffe, wie z.B. Revolution, Souveränität und Nation. Weiter lesen →

„Über den Begriff der Geschichte“

„Geschichtsphilosophische Thesen“ von Walter Benjamin

Referent: Walter Schmid
Samstag, 14. Oktober 2017, 16 Uhr

Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring”
bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

Die Thesen „Über den Begriff der Geschichte“ des in Berlin geborenen Philosophen Walter Benjamin, eines assimilierten Juden, der sich 1940 auf der Flucht vor den deutschen Faschisten in Portbou (Katalonien) das Leben nahm, ist in einer Vielzahl von Arbeiten zitiert worden. Einige von Benjamins Metaphern sind zu geflügelten Worten geworden.

Das Manuskript des Vortrags ist hier dokumentiert 

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Was ist Antifaschismus?

Einladung zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
Referent: Jürgen Lloyd, Krefeld
Samstag, 16. September 2017, 16 Uhr
Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring”
bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

Das Manuskript des Vortrags ist hier dokumentiert

Die Frage „Was ist Faschismus?“ ist mit sehr unterschiedlichen Ansätzen und ebenso unterschiedlichen Antworten behandelt worden. Die bekannteste – und auch heute noch zu Recht Gültigkeit beanspruchende – Antwort wurde von der Kommunistischen Internationale gegeben mit ihrer Charakterisierung des Faschismus an der Macht als „offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“.
Interessanterweise steht der intensiven Beschäftigung mit der Frage nach dem Charakter des Faschismus keine vergleichbar ausgeprägte Beschäftigung mit der Frage zur Seite, was denn Antifaschismus sei. Weiter lesen →

„Fake news“ – eine Herausforderung des freien Denkens

Büro und Internationaler Rat der Weltunion der Freidenker trafen sich am 1. und 2. September 2017  zu einer gemeinsamen Tagung im Kölner Freidenker-Zentrum und veranstalteten am Nachmittag des 2. September ein Kolloquium zum Thema

 „Fake news“ – eine Herausforderung für die Verteidigung des freien Denkens

Es sprachen:

Gilles Poulet (Président de l’Association Des Libres Penseurs De France – ADLPF):
„Meinungsmache: Kunst der Politiker und Werbeagenten – Fake News: Teil ihres Arsenals“

Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann (Vorstandsmitglieder der Arbeiterfotografie):
„Herrschaftsmittel Fake“

Klaus Hartman (Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbands):
„Gegen ‚Fake News‘ – nicht immer ein Kampf für die Wahrheit“

Der Zionismus, ein europäischer Siedlerkolonialismus

Israels Verhältnis zu den Palästinensern ist wie Australiens [Verhältnis] zu den Aborigines“ (Kolonialismusforscher Patrick Wolfe)

Einladung zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
mit Petra Wild (Islamwissenschaftlerin), Berlin
Samstag 15. Juli 2017, 16 Uhr
Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring”
bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

2017 jähren sich einige der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Palästina-Frage in runden Zahlen: 50 Jahre Besetzung der Westbank und des Gaza-Streifens, 70 Jahre UN-Teilungsplan, 100 Jahre Balfour-Deklaration, 120 Jahre Gründung der Zionistischen Weltorganisation (WZO).
Letzteres Datum wird wenig beachtet, obwohl sich die Palästina-Frage ohne eine Analyse des Zionismus nicht verstehen lässt. Die Erkenntnisse israelischer Historiker und  internationaler Kolonialismusforscher haben zu einer Neueinschätzung des Zionismus als europäischem Siedlerkolonialismus geführt. Dieser zielt auf die möglichst vollständige Verdrängung der einheimischen Bevölkerung und die möglichst weitgehende Aneignung von deren Land.
Der Siedlerkolonialismus-Ansatz hilft, zu verstehen, warum 25 Jahre Verhandlungen zwischen Israel und der PLO nicht zum Frieden führten und warum Israel seitdem in beispielloser Weise Landraub und Siedlungsbau intensiviert hat. Weiter lesen →

Wie wollen wir leben?

Eine Diskussion über wissenschaftlich begründbare Orientierungen zu Fragen der Weltanschauung und Menschheitsentwicklung
Einladung zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung

Moderation: Klaus von Raussendorff
Samstag, 20. Mai 2017, 16 Uhr
Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring” bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

„Wie wollen wir leben?“ war vergangenes Jahr das Motto und die generelle Fragestellung des Verbandstags des Deutschen Freidenker-Verbands. Die Freidenker, die sich als eine Weltanschauungsgemeinschaft verstehen, sehen in dem von Karl Marx und Friedrich Engels entwickelten materialistisch-dialektischen Denken ein außerordentlich fruchtbares Mittel der Bewältigung ideeller und materieller Aufgaben der Gesellschafts- und Persönlichkeitsentwicklung.

Ein Bericht über die Veranstaltung ist hier dokumentiert.

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Karl Marx: Thesen über Feuerbach

Die für den 4. März 2017 angekündigte Vortrags- und Diskussionsveranstaltung „Über den Begriff der Geschchte – „Geschichtsphilosophische Thesen“ von Walter Benjamin musste ausfallen. Sie ist auf den 14. Oktober 2017 verschoben worden.
Für den 4. März 2017 erklärte sich Elmar Witzgall kurzfristig bereit  einzuspringen. Er referierte über Karl Marx: Thesen über Feuerbach. Grund für die Beschäftigung mit den „Feuerbach-Thesen“ war für Witzgall die kritische Lektüre des sog. Religionspapiers des DFV. Darin werden nach Auffassung von Witzgall die Aussagen von Marx auf die elfte These verkürzt, und zwar im Sinne eines Aufrufs zum politischen Aktivismus. Diese Verkürzung und Verkehrung geschehe anstelle der Schlussfolgerung, Religionskritik als Teil der Philosophie- und Gesellschaftskritik zu begreifen und von dort aus zu begründen.
Die weitere Bearbeitung des Themas durch Elmar Witzgall zusammen mit Walter Schmid führte zu einem erläuternden Text zu den Thesen, der als pdf-Datei hier runterzuladen ist:
18450000-Marx-Thesen über Feuerbach-Schmit-Witzgall-fin-

Die Schlussfolgerungen / Anregungen der Feuerbachthesen, die sich nach Auffassung von Elmar Witzgall daraus für eine Religionskritik und Verbandspolitik ergeben, sind in einer weiteren pdf-Datei hier runterzuladen:
18450000-Marx-Thesen über Feuerbach-Schmit-Witzgall-Schlussfolgerungen

 

 

Terrorismus unter falscher Flagge

Einladung zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung

Referent: Elias Davidsson
Samstag 21. Januar 2017, 16 Uhr
Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring”
bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

Seit dem 11. September 2001 wird die Liste der in westlichen Metropolen verübten Terrorangriffe mit vermeintlich islamischen Hintergrund länger. Warum vermeintlich? Es scheint, als seien die Mehrzahl der Angriffe nach demselben Drehbuch abgelaufen und dessen Logik wirft Fragen auf.
Elias Davidsson wird auf der Veranstaltung sein Mitte Januar 2017 erscheinendes Buch (*) vorstellen, in dem er diesen Fragen nachgeht und nachweisen kann, dass in fast allen Fällen die veröffentlichten Versionen der Tathergänge nicht mit den von ihm recherchierten Fakten übereinstimmen.

Ein Bericht über den Vortrag und zum Inhalt des Buches ist hier dokumentiert.

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Arbeitsunrecht in Deutschland

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
Referent: Werner Rügemer
Samstag, 3. Dezember 2016, 16 Uhr
Freidenker-Zentrum, Bayenstraße 11, 50678 Köln
(erreichbar mit der KVB- Bahn-Linie 15 u. 16 Haltestelle “Ubierring” bzw. KVB-Bus-Linie 133 Haltestelle “Rheinauhafen”)

Die Arbeitsverhältnisse sind in dem Bereich, in dem der Rechtsstaat am wenigsten präsent ist. Die Be- und Verhinderung eines Betriebsrats ist nach § 119 Betriebsverfassungsgesetz eine Straftat, zu bestrafen mit bis zu einem Jahr Gefängnis. Dies ist der Straftatbestand, der von den Strafverfolgungsbehörden in Deutschland weitaus am wenigsten verfolgt wird. Weiter lesen →