Thomas Metscher liest aus seinem neuen Buch
im Kölner Freidenker-Zentrum
27. März 2013
Die Formen eines marktkonformen Nihilismus haben heute in den dominanten ideologischen Diskursen die Theoreme ästhetischer Autarkie auf weite Strecken abgelöst. Elitäre Kunstauffassungen sind zwar nach wie vor präsent – es sei allein an Bayreuth und Salzburg erinnert -, doch führen sie, als Relikte einer altertümlichen Ideologie, im ganzen gesehen ein eher randständiges Dasein. Sie sind nicht mehr als Ornament ökonomischer und politischer Macht. Kunst als Ideologie hat wie der ästhetische Habitus im imperialistischen Zeitalter seine Form gewandelt, sie sind jedoch nicht aus der Welt.