Die strategische Entkopplung Chinas und Russlands durch den „Wes­ten“

Liebe Bonner Freidenkerinnen und Freidenker, liebe Freunde und Mitstreiter,

unser nächstes Treffen ist am Mittwoch, 14. Oktober 2020 im Restaurant „Oli­ve“, Brüdergasse 12, 53113 Bonn; Beginn: 19 Uhr (*)

Der ehemalige britische Diplomat Alastair Crooke vertritt in seinem jüngsten Artikel „Die doppelte Entkopplung“ (in deepl-Übersetzung in der Anlage beige­fügt) folgende Thesen:

„Das bestimmende Ereignis dieser Post-Covid-Ära (wer auch immer bei den US-Wahlen gewinnt) wird wahrscheinlich die Abkopplung der USA von China sein – die technische Abkopplung der Telekommunikation (von Huawei’s 5G); die Ab­kopplung von den chinesischen Medien und Chat-Plattformen; die Säuberung der gesamten chinesischen Technologie von den USA. Mikrochip-Ökosystem der USA; die Abkoppelung Chinas vom Internet, von App-Stores, von Unterseeka­beln und vom Zugang zu amerikanischen Cloud-basierten Datenspeichersyste­men – im Rahmen des „Clean Network-Programms“ von Pompeo. … Dies ist das erste schwere Artilleriesperrfeuer, das einem längeren und schlammigen Gra­benkrieg vorausgeht.“

„Es gibt jedoch noch eine andere, ebenso bedeutsame Abkoppelung, die den Weg in die Zukunft ebnet: ‚Russland hat mit wachsender Besorgnis beobach­tet, dass sich Deutschland in einem weiteren historischen Übergang befindet‘, schreibt Botschafter Bhadrakumar, der beunruhigende Parallelen zum Über­gang von Bismarck im europäischen Umfeld vor dem Ersten Weltkrieg aufweist … Um den Wandel, der über die deutsche Ideologie hereinbricht, zu veranschaulichen, betonte die deutsche Verteidigungsministerin (die zugleich Vorsitzende der regierenden CDU ist) im Juli in einem Interview mit dem Wo­chenmagazin ‚Die Zeit‘, es sei „Zeit“, darüber zu diskutieren, ‚wie sich Deutschland künftig in der Welt aufstellen muss‘. Von Deutschland, so Bhadra­kumar weiter, werde ‚Führung erwartet, nicht nur als Wirtschaftsmacht‘, son­dern es gehe auch um ‚kollektive Verteidigung, es geht um internationale Ein­sätze, es geht um einen strategischen Blick auf die Welt, es geht letztlich um die Frage, ob wir die globale Ordnung aktiv mitgestalten wollen.‘ Im Klartext: Die deutsche Stimme ist nicht mehr die Stimme des Pazifismus‘ so der Bot­schafter abschließend.“

Die von Crooke zitierte umfassende Analyse des ehemaligen indischen Diplo­maten M. K. Bhadrakumar unter dem Titel „Die Chinesisch-Russische Allianz wird erwachsen“ ist in deepl-Übersetzung in der Anlage ebenfalls beigefügt und dringend zur Lektüre empfohlen.

Selbstverständlich bleibt auf unserer Tagesordnung die »Corona-Krise«, zu der Ansgar Schneider folgendes Video empfohlen hat: https://www.youtube.com/watch?v=b5NsnjyWhqo

Doch die sich gleichzeitig mit den nationalen Corona-Auseinandersetzungen vollziehenden globalen Veränderungen werden sich nicht lange ausblenden las­sen. Sie dürften letztlich unser Leben viel einschneidender bestimmen als das aktuelle epidemische Geschehen und seine politischen Begleitumstände.

Mit freundschaftlichen Grüßen Klaus von Raussendorff

(*) die an diesem Veranstaltungsort geltenden Hygienevorschriften sind von den Teilnehmern zu beachten

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Die totalitäre „Neue Normalität“

Liebe Bonner Freidenkerinnen und Freidenker, liebe Freunde und Mitstreiter,

unser nächstes Treffen ist am Mittwoch, 9. September 2020 im

Restaurant „Olive“, Brüdergasse 12, 53113 Bonn; Beginn: 19 Uhr

Themenvorschlag: Die totalitäre „Neue Normalität“

Zur Einführung hält Ansgar Scheider ein Kurzreferat über „Aktuelle Erkenntnisse aus dem Jahre 1976: Der Abschlussbericht der Kommission unter US-Senator Frank Church über die CIA-Propagandaaktivitäten in und außerhalb der USA“.

Unser Themenvorschlag ist dem beigefügten gleichnamigen Artikel von Rainer Rupp (1) entnommen. Ferner dazu der ebenfalls beigefügte Artikel von Rüdiger Rauls, „Das politisierte Virus“ (2).

Auch anderes wie aktuell „Belarus“, „Nawalny“, „US-Wahlkampf“ etc. kann angesprochen werden.

Mit freundschaftlichen Grüßen Klaus v. Raussendorff

(1) https://kenfm.de/die-totalitaere-neue-normalitaet-von-rainer-rupp

(2) https://ruedigerraulsblog.wordpress.com/2020/09/03/das-politisierte-virus

 

Grundrechte verteidigen: Frieden, kein Krieg!

Liebe Mitglieder,

Am kommenden Mittwoch, dem 10.Juni 2020 um 19 Uhr wird im Restaurant „Olive“ (*) nach 2monatiger
Pause wieder ein Freidenker-Treffen in Bonn stattfinden.

Die Grundlage der Diskussion wird die Rede des Berliner Landesvorsitzenden des DFV, Klaus Linder, auf der Kundgebung „Kündigt Ramstein jetzt“ am 30. Mai 2020 in Berlin sein: https://www.freidenker.org/?p=8165

In ihr analysiert er in brillanter Weise die derzeitigen wichtigsten außen- und innenpolitischen Vorgänge im weltpolitischen Gesamtzusammenhang. Dieser besteht in dem Widerspruch zwischen angreifenden, imperialistischen Ländern und solchen, die sich deren Diktat nicht unterwerfen.

Kontakt:
Klaus von Raussendorff
Tel.: +49 (0) 228 346850
raussendorff@web.de

(*) Brüdergasse 12, 53113 Bonn

Der Kapp-Putsch – Ruhrarbeiter gegen Reaktion und Militär

Sonntag, 01.03. 2020 von 11 bis 13 Uhr

Jugend- und Kulturverein
Kaiser-Wilhelm-Straße 284, 47169 Duisburg-Marxloh

13. März 1920. Zwei Jahre nach Vertreibung des Kaisers und Gründung der Weimarer Republik geht die Nachricht wie ein Lauffeuer von der Hauptstadt Berlin bis ins Ruhrgebiet: Die Regierung ist aus Berlin geflohen! Ein Landschaftsdirektor Kapp und ein General Lüttwitz haben die Regierungsgeschäfte übernommen! Hinter ihnen große Teile des Heeres und Söldner,die von der republikanischen
Staatsführung entlassen werden sollten. Ein Militärputsch gegen die junge Staatsform.

Vor allem die Bergarbeiter der Zechen im Ruhrgebiet handeln sofort entschlossen. Sie fahren nicht ein, streiken, demonstrieren. Die Gewerkschaften rufen zum Generalstreik auf, es kommt zum größten Streik in der deutschen Geschichte. Nach nur 100 Stunden gibt Kapp auf. Er fand kaum Unterstützer für seine
Pläne. Ist die Republik nun gerettet?

Zu Hintergründen und Folgen des Putsches wird Inge Holzinger referieren. Wieder gemeinsames Frühstück gegen Spende!

mit einem freundschaftlichen Glückauf
Petra Leonartz (0201 782873/ 0163 3163256)
Hannah Schönig (0203 44 01 07 21/ 0160 95 66 50 21)

Verwahrlosung der politischen Debatte

Datum: Mittwoch, 11. März 2020

Ort: Restaurant „Olive“, Brüdergasse 12, 53113 Bonn Beginn: 19 Uhr

Eingedenk unserer zentralen Aufgabenstellung – der Richtigstellung der Begriffe – ist eine Auseinandersetzung mit der herrschenden Debattenkultur notwendig. Diese ist geprägt durch die Sinnentleerung gängiger politischer Begriffe.

Zur Vorbereitung hier zwei Kommentare auf rt-deutsch:

DDR rechts, Nazis links? Twitter-Gaga und die Verwahrlosung der politischen Debatte, Andreas Richter

(https://deutsch.rt.com/meinung/98159-beben-von-thuringen-und-tanz)

Das Beben von Thüringen und der Offenbarungseid der zentralpopulistischen Querfron, Wolf Reiser

(https://deutsch.rt.com/meinung/98195-ddr-rechts-nazis-links-twitter)

Weitere Vorschläge zur Vorbereitung sind willkommen.

Außerdem ist zu berichten über das Treffen am 19.02.2020 zur Vorbereitung des Bonner Ostermarsches am Ostersamstag, 11. April 2020.

Mit freundschaftlichen Grüßen

Klaus v. Raussendorff

Kein Aufmarschgebiet gegen Russland

Mittwoch, 12. Februar 2020

Ort: Restaurant „Olive“, Brüdergasse 12, 53113 Bonn

Beginn: 19 Uhr

Seit Ende Januar läuft die US-amerikanische Großübung „US-DEFENDER 2020 (DEF20)“. Es geht um eine Machtdemonstration der USA, nicht der NATO, deren europäische Mitgliedsstaaten lediglich als Hiwis fungieren dürfen. „Es geht bei der Übung im Kern um Transit und Transport von Truppen. Die USA üben vor allem die Truppenverlegung. Andere Länder wie Polen und Deutschland üben den Transit, inklusive Aufnahme und Versorgung von Truppen und die Übergabe an das nächste Land.“ So Claudia Major , Expertin für Sicherheits- und Verteidigungspolitik bei der „Stiftung Wissenschaft und Politik“ (SWP).

20.000 US-Soldaten und 13.000 Ausrüstungsgegenstände werden nach Frankreich, Belgien, in die Niederlande
und nach Deutschland eingeschifft und eingeflogen. Von dort werden sie eine Strecke von rund 4.000 km über zwölf Konvoi-Routen durch Europa zurücklegen. Insgesamt sind etwa 37.000 Soldaten aus 19 Ländern und rund 20.000 Stück Frachtgut an der Übung beteiligt. Die Übung erstreckt sich über fünf Monate.

Aber geht es den USA wirklich „nur“ darum, gegenüber Russland militärische Stärke zu demonstrieren? Ist nicht der Trump-Regierung durchaus an kalkulierbaren Beziehungen zu Russland gelegen, wie der neue US-Botschafter soeben wieder betonte: „ Die gemeinsame Arbeit der Vereinigten Staaten und Russlands,“ so Botschafter John Sullivan, „ist heute eine absolute Notwendigkeit und meine Priorität“. Will nicht andererseits gerade Deutschland eine Führungsposition innerhalb der Europäischen Union einnehmen? Will sich die Bundesregierung nicht künftig noch stärker in internationale Krisen und Konflikte einmischen? Aber wie
wird sich dieses deutsche Großmachtgehabe, wie beispielsweise mit dem Berliner Libyen-Kongress am 19. Januar 2020 vorgeführt, auf die deutsch-russischen Beziehungen auswirken? Verfolgt nicht aus der Sicht der
USA DEF20 letztlich vor allem das Ziel, die Spannung zwischen EU-Europa und Russland zu vertiefen und die geopolitische Integration Eurasiens, die mit der „Seidenstraßen“- Initiative der Volksrepublik China angestrebt wird, zu verhindern?

Die Aktion „Kein Aufmarschgebiet gegen Russland“ (https://www.kein-aufmarschgebiet.de/#page-content), an der sich Freidenker und Freidenkerinnen maßgeblich beteiligen, will alle Protestaktionen gegen die Truppentransporte dokumentieren und damit ein öffentliches Bewusstsein dafür schaffen, dass alle fremden Truppen aus Deutschland verschwinden müssen, um eine neue Friedensordnung von Lissabon bis Wladiwostok zu schaffen.

Schlaumeier – Jahresplan 2020

Liebe Schlaumeier!

Das Jahr 2020 bietet einige geschichtsträchtige Anlässe für unsere Bildungsfahrten. So fiel es uns nicht leicht, eine Entscheidung zu treffen. Wir hoffen auf Euer Interesse an den nachfolgend aufgezeigten Exkursionen und bitten Euch, schon einmal folgende Termine zu notieren und Euch möglichst frühzeitig anzumelden.

  • 14. März 2020

    Ehrung der Opfer des Ruhraufstandes vor 100 Jahren

    Kranzniederlegung in Walsum und Besuch der Gedenkstätte am Südfriedhof in Recklinghausen

  • 16. Mai 2020

    Zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus: Besuch der Hölle von Breendonk in Belgien, Ort des Terrors faschistischer Gewaltherrschaft.

  • 18. Juli 2020

    Ludwig lebt! Beethoven im Pop. Zum 250. Geburtstag des Komponisten besuchen wir die Sonderausstellung im RockPop-Museum in Gronau

  • 05. Dezember 2020

    Wir feiern den 200. Geburtstag von Friedrich Engels in Wuppertal

Jede Fahrt wird gesondert ausgeschrieben mit Einzelheiten zu Kosten und Fahrzeiten.

Anmeldungen nehmen wie per Email ab sofort entgegen. Mit solidarischen Grüßen

Edith Fröse (0151/14274934) und Ottmar Lippik(0203/3942849)

Bonner Freidenker-Treff: Angriff auf Iran – Aufmarsch gegen Russland

Mittwoch, den 08.01.2020, um 19 Uhr
Restaurant „Olive“, Brüdergasse 12, 53113 Bonn

zur Diskussion stehen folgende Themen:

1. Bundesregierung verweigert auch nach der Ermordung des iranischen
Generals Qasem Soleimani weiterhin den Abzug der Bundeswehr aus dem
Irak.

2. Bundesregierung macht Deutschland zum Aufmarschgebiet gegen
Russland.

Zur Vorbereitung werden folgende Texte empfolen:

Zu 1

https://www.anti-spiegel.ru/2020/waren-geheimverhandlungen-zwischen-dem-iran-und-saudi-arabien-der-grund-fuer-den-us-angriff
https://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-toetet-qasem-soleimani-europa-macht-sich-unglaubwuerdig-a-1303829.html
https://www.spiegel.de/thema/qasem_soleimani

Zu 2

https://www.heise.de/tp/features/Deutschland-auf-Fuehrungs-Kurs-4623549.html?seite=all

Nation und Weltordnung

Mittwoch, 13. November 2019

Restaurant „Olive“, Brüdergasse 12, 53113 Bonn, Beginn: 19 Uhr

Liebe Bonner Freidenkerinnen und Freidenker, liebe Freunde und Mitstreiter, wie vereinbart, gibt es beim November-Treffen eine Fortsetzung des Themas.

Auf dem Oktober-Treffen wurde ein Text  über die „Methode der historischen Strukturen“ von Robert W. Cox vorgetragen und den Teilnehmern anschließend zu gründlicherem Studium und Vorbereitung der Diskussion zugesandt. Er kann von Neueinsteigern zur Vorbereitung per E-Mail unter k.v.raussendorff@freidenker.de angefordert werden.

Es geht darum, die Welt als Totalität, als ein universelles Ensemble gesellschaftlicher Verhältnisse, zum Gegenstand wissenschaftlicher Erkenntnis zu machen. Eine enorme Herausforderung für das Denken des Gesamtzusammenhangs, d.h. für das dialektische Denken. Cox schlägt als heuristische Methode des Zugangs zu diesen Fragen (der sozialen und politischen Verfasstheit der Menschheit) Untersuchungen auf folgenden drei Ebenen bzw. Aktionsfeldern vor:

(1) Organisation der Produktion, insbesondere in Bezug auf die sozialen Kräfte, die im Prozess der Produktion hervorgebracht werden;

(2) Staatsformen, die aus der Untersuchung von staatlich-gesellschaftlichen Komplexen abgeleitet sind;

(3) Weltordnungen, das heißt die besonderen Konfigurationen der Kräfte, die aufeinander folgend jeweils die Problematik von Krieg und Frieden für das Ensemble der Staaten definieren.“

Dabei kann, so Cox, „jedes dieser Felder als eine Aufeinanderfolge dominanter bestehender und entstehender rivalisierender Strukturen untersucht werden.“ Cox betont: „Die drei Ebenen sind zu einander in Beziehung stehend“ („interrelated“). Das bedeutet: „Veränderungen in der Organisation der Produktion erzeugen neue soziale Kräfte, die ihrerseits wieder Veränderungen in den Strukturen der Staaten hervorbringen; und die Verallgemeinerung von Veränderungen in der Struktur von Staaten verändert die Problematik der Weltordnung“.

Das Verhältnis zwischen den drei Ebenen ist nun aber nicht einfach linear. Vielmehr wirken transnationale soziale Kräfte durch die Weltstruktur auf die Staaten ein. So beeinflussten im 19. Jahrhundert die bürgerlichen Klassen durch ihre expansive Weltpolitik die Strukturen der Staaten sowohl in der Kernzone wie in der Peripherie. Besondere Strukturen der Weltordnung üben Einfluss auf die Formen aus, die Staaten annehmen.

Der theoretische Text ist nicht einfach zu verarbeiten. Aber die Anstrengung ist der Mühe wert, beinahe zwingend. Man denke nur an die immer aktueller werdende doppelte Fragestellung: Wie wird sich z. B. das Berliner großmachtpolitische Programm, das als „Verantwortung Deutschlands“ firmiert (weltweite Bundeswehr-Einsätze etc.), in der Realität der Weltpolitik tatsächlich auswirken können? Wie werden andererseits die zunehmend polyzentrischen weltpolitischen Machtverhältnisse von Deutschland eine Anpassung seiner Außenpolitik, ja sogar seiner gesellschaftlichen, nationalstaatlichen Verhältnisse geradezu erzwingen können?

Denn: „Die tektonischen Platten der globalen Machtverhältnisse verschieben sich schneller, als in den kühnsten Analysen westlicher Thinktanks bislang befürchtet wurde. Die Möglichkeit, anderen Nationen den eigenen Willen aufzuzwingen, erodiert zunehmend spürbar. Jetzt geht es ums Ganze.(Quelle: https://deutsch.rt.com/meinung/94390-wenn-felle-davon-schwimmen-kramp/ )

Und: „ Trumps Friedensverhandlungen und Vermittlungen zwischen Süd- und Nordkorea oder seine offiziell verkündeten politischen Ziele, „den sinnlosen und endlosen (US-)Kriegen ein Ende zu machen“ und die US-Soldaten „nach Hause zu holen“, erwecken Hoffnung auf eine friedlichere Zukunft mit den Vereinigten Staaten von Amerika in einer multipolaren Welt.“ (Quelle: <https://deutsch.rt.com/meinung/94375-trump-allein-zu-haus-belauert/> https://deutsch.rt.com/meinung/94375-trump-allein-zu-haus-belauert/ )

Nation und Weltordnung

Mittwoch, 9. Oktober 2019
Restaurant „Olive“, Brüdergasse 12, 53113 Bonn Beginn: 19 Uhr

Die Begriffe Volk und Nation sind in Deutschland nach einem ideologischen Rechts-Links-Sche­mas besetzt. „Die einen sagen: «Holt euch euer Land zurück», und träumen von überholten Vorstellungen ethnischer Homogenität. Das ist der AfD-Tonfall. Auf der anderen Seite herrscht ein multikulturelles Wunschdenken, das die deutschen Grenzen am liebsten ganz abschaffen würde und alle Probleme negiert. Zwischen diesen Extremen findet zu wenig offene, proble­madäquate Diskussion statt.“ (Andreas Rödder, Ohne Leitkultur kann keine Gesellschaft überle­ben, www.nzz.ch/feuilleton/ohne-leitkultur-kann-keine-gesellschaft-ueberleben

„Volk“ und „Nation“ sind im Deutschen zu problematischen Ausdrücken geworden: Hinterlas­senschaft des Hitler-Faschismus, mit der dieser immer noch triumphiert.. In anderen Sprachen sind äquivalente Termini (Englisch: people-nation, Französisch: peuple-nation, Spanisch: pue­blo-nación) frei von Vorurteilen und Vorverurteilungen, genießen Unschuldsvermutung. Ihre Be­deutung, ihr Sinn stellen sich erst im Diskurs heraus. Sie ergeben sich im Verständnis der Duali­tät von Nation und Weltordnung, einem logisch-historischen Verhältnis der wechselseitigen Her­vorbringung.