Liebe Freunde und Freundinnen von Marx in Marxloh!
Unser Märztreffen von Marx in Marxloh hat nun schon traditionell den Internationalen Frauentag zum Thema. Wir haben in diesem Jahr eine 86jährige Ratsfrau aus Bottrop gewinnen können, die über ihr lebenslanges, politisches Engagement für Frieden und Demokratie berichten und sich zur aktuellen Entwicklung und der fortdauernden Benachteiligung der Frauen äußern wollte. Nun liegt sie leider im Krankenhaus und wir wünschen ihr auch von hier aus gute Besserung. Vielleicht können wir ja am Ende der Veranstaltung eine Resolution zum Frauentag 2026, die dann auf unserer Webseite veröffentlicht wird, verabschieden?
Der Termin der Absage kam zu spät, um noch einen Ersatz zu finden. Wir haben es versucht, das könnt Ihr uns glauben!!! Irgendwann nach einer MiM-Veranstaltung äußerten Teilnehmer den Wunsch, dass man doch auch einmal ohne festes Thema und vorangehendes Referat eine sozusagen offene Diskussion nach dem Wunsch der Teilnehmer planen sollte. Das wollen wir tatsächlich versuchen. Wie findet Ihr das?
Hans-Dieter Gimbel hat sich bereit erklärt, durch eine gruppendynamische Diskussionsleitung zur Themenfindung zu kommen und uns in der anschließenden Diskussion weiter zu begleiten. Wir sind sehr dankbar dafür und sind neugierig darauf, ob wir damit eine gute Erfahrung machen. Hoffentlich vergesst Ihr dabei nicht, das Frühstück zu Euch zu nehmen!
Nun, dann kommt doch in Scharen zum
Jugend- und Kulturzentrum Marxloh, Kaiser-Wilhelm-Str. 284, 47169 Duisburg
und zwar am 1.3.2026 um 11 Uhr MEZ, ok?
Und denkt dran, vorher nicht frühstücken, das können wir doch auch gemeinsam!
Erwartungs- und hoffnungsvolle Grüße von
Hannah Schönig und Edith
Resolution der Teilnehmergruppe
Der 8. März naht und vielerorts erinnert man sich an alte und uralte Forderungen zur Frauenfrage, die man getrost wieder aufgreifen kann, weil sie ja immer noch richtig sind, wie beim equal-pay-day oder der Feststellung, dass bei der Besetzung wichtiger Posten die Frauen äußerst unterrepräsentiert sind. Aber sie bleiben fast alle bei der Beschreibung der Zustände und thematisieren nicht, warum das so ist. Nur Wenige zeigen die Zusammenhänge auf: wenn die Aufrüstungsausgaben in astronomische Höhen steigen, dann bleibt für die Menschen nichts übrig. So einach ist das! Von den Folgen der Kriegsvorbreitungen – Abbau demokratischer Rechte, Massenarbeitslosigkeit und Verarmung – sind Frauen ganz besonders betroffen. Frauenkämpfe sind Klassenkämpfe, das ist im Rückblick auf die letzten Jahre deutlich geworden. Es ist kein Zufall, dass die Streiks der letzten etwa 15 Jahre in Betrieben stattfanden, in denen überwiegend Frauen arbeiten. Das sind Arbeitsbreiche der Daseinsfürsorge, die in besonderem Maße stark von der Politik des Kaputtsparens und des Kahlschlags betroffen sind. Die Bundesregierung greift nicht nur die Arbeitszeitregelungen an, um die Zeiten zu verlängern, sondern auch das „Notlösungsrecht“ auf Teilzeit mit solch unverschämten Aussagen von Friederich Merz, es handele sich um Lifestyle-Teilzeit, die die Produktivität dieses Landes bedrohe. Her mit dem ganzen Leben! Lifestyle in Vollzeit!