Bonner Freidenker-Treff am 12. August 2026

Liebe Bonner Freidenkerinnen und Freidenker, liebe Freunde und Mitstreiter, für das

Bonner Freidenker-Treff
Mittwoch, 12. August 2026, ab 19 Uhr
Restaurant Olive, Brüdergasse 12, 53113 Bonn

empfehle ich die folgenden Texte:

Freddie Ponton: Der Sturm auf Ceuta: Anatomie einer herbeigeführten Krise
Auf der afrikanischen Seite der Straße von Gibraltar trennt eine schmale Grenze Marokko von einem Stück Spanien. In der Nacht des 29. Juli brach diese Grenze zusammen. Zehntausende junger Männer strömten auf dem Land- und Seeweg nach Ceuta, nachdem im Internet Behauptungen kursierten, der Grenzübergang sei geöffnet worden. Am Morgen wurden Leichen aus dem Wasser gezogen und beim Grenzzaun geborgen. Doch wie kam es zu dieser Katastrophe und was ist die Vorgeschichte? Eine Untersuchung von Freddie Ponton, aus dem Englischen übersetzt von Maike Gosch.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=154670

Rainer Rupp: Amerika muss den Nahen Osten verlassen
Dass man einen Artikel mit dieser Überschrift in der aktuellen Ausgabe der einflussreichen politischen Zeitschrift „Foreign Affairs“ findet, ist eine kleine Sensation. Sie wird nämlich vom „US-Council for Foreign Relations“ herausgegeben, und der hat die imperialistische Diskussion im außenpolitischen Establishment der USA seit Jahrzehnten maßgeblich beeinflusst und nicht selten richtungsweisend dominiert. Und jetzt lautet ein Titel in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Amerika muss den Nahen Osten verlassen“. Bedeutet das, dass der kläglich gescheiterte, unprovozierte US-Angriffskrieg gegen Iran in Washington der Erkenntnis den Weg gebahnt hat, dass aufgrund fehlender Ressourcen (z.B. „rare earth“) und industrieller Kapazitäten und kriegsentscheidender, neuer und billiger Waffentechnologien zugunsten kleinerer Länder die imperiale Überausdehnung des US-Militärs nicht länger aufrechtzuerhalten ist?
https://apolut.net/amerika-muss-den-nahen-osten-verlassen-von-rainer-rupp/

Geworg Mirsajan: Drei islamische Staaten haben die Hoffnung auf die USA aufgegeben
Die Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien haben einen gemeinsamen Militärblock gegründet. Der Begriff „islamische NATO“ ist bereits im Umlauf, doch in Wirklichkeit handelt es sich um etwas ganz anderes. Das Bündnis ist weder islamisch noch eine NATO, sondern eine Folge der Misserfolge der USA im Nahen Osten.
https://germany.news-pravda.com/world/2026/08/08/310800-amp.html

Sergej Lawrow: Interview
Unsere nationalen Interessen auf globaler Ebene bestehen darin, dass wir ein souveräner Staat und eine eigenständige Zivilisation bleiben, dass unsere Grenzen zuverlässig geschützt sind und dass niemand auch nur auf den Gedanken kommt, uns vorzuschreiben, wie wir unser Leben innerhalb Russlands zu gestalten haben. Ebenso müssen alle Völker der Russischen Föderation weiterhin die ihnen durch die Verfassung garantierten Rechte wahrnehmen können: das Recht auf Bildung sowie auf die Bewahrung ihrer Kultur, ihrer Traditionen und ihrer religiösen Überzeugungen.
https://mailchi.mp/russische-botschaft/newsletter-der-russischen-botschaft-11049716?e=34bdcd87f0

Doris Pumphrey: Pistorius und Kermani – eine gemeinsame Botschaft
Am 20. Juli 2026 fand das jährliche Gelöbnis der Bundeswehr-Rekruten im Bendlerblock, Berlin statt. In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 1944 waren dort vier führende Offiziere des gescheiterten Hitler-Attentats nach einem standrechtlichen Todesurteil hingerichtet worden. Das Gelöbnis der Rekruten trage „das historische Erbe des 20. Juli in unsere Zeit“, betonte der deutsche Verteidigungsminister Pistorius. Als Ehrengast und Hauptredner hatte er den Schriftsteller Dr. Navid Kermani eingeladen.
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=29904

Und passend zu Doris Pumphrey von den Autoren in Absprache mit Klaus von Raussendorff ergänzt:

Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann: Die hochgefährliche Ansprache von Navid Kermani
Sie hat besondere Aufmerksamkeit und Anerkennung erzielt – auch in Kreisen, die kritisch drauf sind: die Ansprache von Navid Kermani beim „feierlichen Gelöbnis“ der Bundeswehr am 20. Juli 2026 in Berlin im Bendlerblock, am Jahrestag des Attentats auf Adolf Hitler. Diese Einschätzung basiert auf einigen herausgegriffenen Passagen. Doch insgesamt betrachtet ist die Ansprache verheerend NATO-konform. Extrem deutlich wird diese Sicht mit dem Satz: „…würden die Ukrainer ihre Freiheit nicht so heroisch verteidigen, stünde womöglich jetzt schon auch unsere eigene Freiheit als Europäer unter Beschuss.“ Schlimmer lässt sich das Russland-Feindbild kaum bedienen. Hiermit wird suggeriert, Russland habe die Absicht, Deutschland und die ganze EU zu überfallen, und deshalb sei es erforderlich, extrem aufzurüsten und so Krieg gegen Russland vorzubereiten.
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=29906

Mit freundschaftlichen Grüßen
Klaus v. Raussendorff